RigiAnzeiger   02.06.2017 - "Dorf-Liebi" und "Ewigi Liebi" / 92. GV Frauennetz.Meggen

Bild: Vorstand Frauennetz.Meggen: Franziska Brücker, Alice Scherer, Judith Hofer, Susanne Pangerl, Astrid Hofer, Liz Graber, Vreny Hofer, Rita Schnyder
Vorstand Frauennetz.Meggen: Reihe oben (von links) Franziska Brücker, Alice Scherer, Judith Hofer, Susanne Pangerl / Reihe unten (von links) Astrid Hofer, Liz Graber, Vreny Hofer, Rita Schnyder (Bild: Evelyn Birrer)

MEGGEN Zur 92. Generalversammlung des Frauennetz.Meggen erschienen 178 stimmberechtigte Mitglieder und 17 Gäste. Ein voller Saal. Und es drehte sich an diesem Abend einiges um die Liebe.

 

 

jp. Dass eine Generalversammlung speditiv, abwechslungsreich und mit Lachen über die Bühne gehen kann, das bewiesen einmal mehr der Vorstand des Frauennetz.Meggen und dessen zahlreiche Helferinnen. Alice Scherer, Präsidentin, konnte als Gäste Pfarrer Hanspeter Wasmer, Gemeinderätin Carmen Holdener, Vertreterinnen des Kirchenrates und Delegationen befreundeter Vereine begrüssen. Attraktiv dekorierte runde Tische verstrahlten im grossen Saal ein Ambiente der Geborgenheit und Gemütlichkeit. Die Dekoration, ideenreich gestaltet von Rita Schnyder, bezog sich auf das diesjährige Vereinsmotto «Dorf-Liebi». Mit diesem Slogan will der Frauenverein zum Ausdruck bringen, dass die Pflege des Gemeindelebens, der Gemeinschaft, der Zusammengehörigkeit von grosser Bedeutung ist und damit die Solidarität in der Gesellschaft gestärkt wird – ob hier oder dort.
Entsprechend dem Leitspruch «Dorf-Liebi» wurden zum Imbiss nebst Salat Älpermagronen mit Apfelmus serviert. Das ergab einen guten Boden für die nachfolgende Traktandenliste. Alice Scherer konnte im Rückblick auf ihr erstes Präsidialjahr auf viel Erfreuliches und Erfolgreiches hinweisen. In der Abnahme der Jahresrechnung kam zum Ausdruck, dass der Frauenverein mit einem Ertrag von 134‘000 Franken und einem Aufwand von 126‘000 Franken mit grösseren Summen umzugehen hat. Der Jahresbeitrag für die Mitglieder ist wiederum auf 20 Franken festgesetzt worden.


Dorf-Liebi ist auch Nächstenliebe
Jedes Jahr wird mit dem Verkauf von Mohrenköpfen ein spezielles Projekt unterstützt. Ausgewählt hat das Frauennetz eine Bergbauernfamilie im Kanton Nidwalden, die für die Realisierung eines Scheunenneubaus zur Verbesserung der Betriebsabläufe finanzielle Unterstützung braucht. Markus Rohner von der Schweizer Berghilfe hat mit einer Bild-Präsentation das konkrete Vorhaben anschaulich dargestellt. Mit der Unterstützung dieses Projekts zeigt der Frauenverein seine Solidarität, die nicht an der Gemeindegrenze endet. Jährlich werden bis zu 30‘000 Franken an Spenden an ganz unterschiedliche Institutionen überwiesen.
Bei den Wahlen, eine kleine Statutenänderung sieht bei den Vorstandsmitgliedern keine Amtszeitbeschränkung mehr vor, wurden alle bisherigen Vorstandsfrauen in ihren Funktionen bestätigt. Auch die Präsidentin, Alice Scherer-Sigrist, wurde einstimmig wiedergewählt. Verdiente Vereinsmitglieder wurden aus wichtigen Ämtern verabschiedet. So Margrit Trüeb als Mitglied des Maria-Theresia Scherer-Fonds, Hanny Krähenbühl von der Gruppe Dienstags-Kaffee, Mily Sigrist von der Besuchergruppe Sunneziel und Jeannette Emmenegger als theologische Begleiterin.


Einladung zum Sommerfest
Was das Frauennetz.Meggen alles an bisherigen und neuen Kursen und Veranstaltungen anzubieten hat, entnimmt man am besten der Homepage. Angebote zur Kreativität, Kulinarik, Sport und spezielle Events, wie das Sommerfest für alle Megger Frauen vom 25. August 2017, das dank eines Legats eines langjährigen Mitglieds des Frauennetz.Meggen möglich ist und der Vernetzung im Dorf dienen soll.


Überraschungen
Unter Varia überbrachte Gemeinderätin Carmen Holdener den Dank und die Grüsse des Gemeinderates. Pfarrer Hanspeter Wasmer dankte namens der Pfarrei und würdigte den grossen Beitrag des Frauenvereins zur Förderung der Gemeinschaft. Eine Überraschung war seine Ankündigung, dass er per 1. März 2018 von Bischof Felix Gmür zum Bischofsvikar der Bischofsregion St. Viktor mit den Kantonen Luzern, Zug, Schaffhausen und Thurgau ernannt worden sei. Nach 14-jähriger Tätigkeit in der Pfarrei Meggen und seit zwei Jahren im Pastoralraum Meggerwald wird Pfarrer Wasmer anfangs des Jahres 2018 Meggen verlassen.

 

 

Eine weitere Überraschung – aber auf einer ganz anderen Ebene – bildete der Auftritt des Frauen-a-capella-Chors “Epiladies“. Ein Weiberchor mit aalglatten Schenkeln und Haaren an den Zähnen, wie die Frauen sich selber ankündeten. Ein knappes Dutzend Frauen, bunt gekleidet, sang mit einem Schuss Selbstironie, Humor und Lebensfreude in Luzerner Mundart Texte zu Alltäglichem, Peinlichem, Frustrierendem, Nerventötendem, Überflüssigem, etwas fürs Herz, für Aug‘ und Ohr. Bekannte Lieder, wie „Ewigi Liebi“ wurden im Text verändert in „s‘ isch immer s’Gliich: Ikaufe, Uspacke, Koche, Wäsche …“ und nahmen damit den langweiligen Frauenalltag auf die Schippe. Nicht bösartig – sondern mit Biss! Das löste Lacher aus, auch bei den drei anwesenden Männern.


Mit einem feinen Dessertbüffet und gemütlichem Beisammensein fand die Versammlung ihren Abschluss.

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0