Kulinarische Trüffelreise in die Provence

Der Hund schnüffelt unter den vielen Steineichen dem Boden entlang, fängt plötzlich an zu scharren. Der Bauer nimmt ihn an der Leine zurück, fängt selber an zu graben, und hält bald einen braunen kleinen Knollen in der Hand. Tuber brumale, ein Wintertrüffel. Die Frauen und einige Männer aus Meggen staunen an diesem Samstag nachmittag. Und erfahren an dieser Exkursion aufs Land beim Produzenten viel über die verschiedenen Trüffelsorten, die Kultur dieser ‘Pilzkrankheit’ und die Kulinarik. Schon am Samstag morgen zuvor gabs viel zu sehen, erleben und geniessen. Am bekannten Trüffelmarkt von Richerenches. Dort wird von Händlern der edle Tuber melanosporum angeboten, der schwarze Perigord-Trüffel. Samstag-Abend dann einer von vielen Höhepunkten der dreitägigen Reise: ein mehrgängiges Trüffelmenu in einem edlen Restaurant, mit passenden Weinen, persönlich kommentiert vom Wirt.

 

Neben Trüffeln gabs aber beim Ausflug Ende Februar in die nördliche Provence noch viel mehr zu erleben. Besichtigung eines Schlosses, schlendern in gemütlichen Dörfern, noch nicht von Touristenströmen überflutet, bei schönstem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen. Weindegustation bei einem Biobauern, Olivenöldegustation in einer lokalen Produzentengenossenschaft. Daneben viel Gemütlichkeit, Geselligkeit in einer guten Gesellschaft und eine tolle Reiseleitung und Organisation, welche viel individuelle Freiheit zuliess.

 

Es war eindrücklich, prägend, bereichernd. Ein Erlebnis. Es war toll, als Mann mit dem Frauennetz Meggen unterwegs zu sein.

 

 

Text: Seppi Scherer aus Meggen, Reiseteilnehmer